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Elsenau
Straßendorf. Die Feldmark war übersät mit
zahlreichen Feldsteinen. Den Reichtum an Feldsteinen beutete
seit 1913 eine Tiefbaugesellschaft aus Neustettin aus
(zeitweilig 50 bis 60 Arbeitskräfte).
Elsenau war nach der Parzellierung des Gutes (letzmalig 1923)
ein Bauerndorf mit überwiegend mittleren
Betriebsgrößen. Von 58 landwirtschaftlichen Betrieben
hatten allein 36 eine Größe von 10 bis 20 ha.
Die Bewohner waren 1925 zu 86,5 Prozent evangelisch, sie
besaßen mit ihrer schönen alten Fachwerkskirche eines
der ältesten Gotteshäuser des Kreises.
Wohnplätze: Elsenauermühle, Feldmark Elsenau Kolonie,
Gertzberg.
Gemarkung: 1260 ha, Einwohner: 388, Haushalte: 96.
Förstenau
Angerdorf, dazu einige Abbauten. Höhenlage des Dorfes
153 m über dem Meere; das Gelände fällt zum
Kramsker See (126 m) hin steil ab.
33 Besitzer hatten Höfe mit weniger als 5 ha
Betriebsfläche, 15 zwischen 5 und10 ha, 23 von 10 bis 20 ha
und 25 zwischen 20 und 100 ha.
1925 gehörten 69,5 Prozent der Einwohner der
römisch-katholischen Kirche an. Die kath. Pfarrkirche
St. Martin, ein holzverkleideter, mit Schindeln gedeckter Bau mit
schlichtem Turm und barocker Innenausstattung stammt wohl aus
dem Jahre 1754.
Wohnplatz: Annenhöhe.
Gemarkung: 1620 ha, Einwohner: 693, Hauhalte: 170.
Geglenfelde
Ursprünglich Angerdorf. Ehemaliger Gutsbezirk und
Rittergut, am Südwestrand des Dorfes gelegen. Nach 1860
wurde Ludwig Mackensen Besitzer des Gutes (Vater des
späteren Feldmarschalls von Mackensen). 79 Prozent der
Gemeindefläche war im Besitz des Gutes.
Gemarkung: 667 ha, Einwohner: 179, Haushalte: 43.
Kramsk
Angerdorf, dazu einige Abbauten.
Die Besitzverhältnisse waren gemischt: 24 Kleinstbesitzern
(0,5 bis 5 ha) und 7 Kleinbesitzer mit 5 bis 10 ha standen 4
Großgrundbesitzer mit über 100 ha gegenüber.
33 Landwirte hatten Höfe in einer Größe von 10
bis 20 ha, 7 von 20 bis 100 ha.
In der um 1344 für das Nachbardorf Pagelkau ausgestellten
Handfeste ist von einer "antiqua area ville Cramczk" die Rede;
diese Bezeichnung weist darauf hin, dass der Ort schon zu
pommerellischer Zeit (vor 1310) als Siedlung bestanden haben
muss.
Die Einwohner waren 1925 zu 69 Prozent katholisch.
Wohnplätze: Kramskmühle, Marienhof, Peterhof.
Gemarkung: 1523 ha, Einwohner: 537, Hauhalte: 121.
Loosen
Ursprünglich Angerdorf, durch Enstehung des Gutes nach
Osten erweitert. Am Dorfausgang nach Elsenau liegen zu beiden
Seiten Erhebungen, die 201 m über dem Meere erreichen
(unterer Teil des Dorfes 166 m).
Der Großgrundbesitz überwog
(80 Prozent der Gemeindefläche).
Das Gut wurde 1824 im Zuge der Regulierung vom Dorf
getrennt. Damals war der Landrat von Schwetz, Karl Wilhelm
Gerdes, Besitzer des Gutes. Bei der Regulierung mussten
die Vollbauern die Hälfte ihres Landes dem Gutsherrn
als Ablösung der Erbuntertänigkeit abtreten.
Wohnplätze: Grünhof, Loosen Forsthaus, Mackensenmühle.
Gemarkung: 1129 ha, Einwohner: 208, Hauhalte: 56.
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Pagdanzig
Es gab nur die beiden Güter (Pagdanzig und Kopriewe).
Von großem naturkundlichem Interesse war der nahegelegene
Kormoranenhorst (Naturschutzgebiet).
Wohnplatz: Kopriewe.
Gemarkung: 1445 ha, Einwohner: 170, Haushalte: 35.
Richenwalde
Es gab im ganzen Gemeindegebiet nur die beiden
(in einer Hand vereinigten) Güter, Richenwalde 919,5 ha und
Gotzkau 800 ha, und ein Schulgrundstück; Bauernland war
nicht vorhanden.
1925 gehörten 81,2 Prozent der Einwohner zur evangelischen
Kirche. Die früheste Erwähnung einer Kirche in Gotzkau
datiert von 1617; sie gehörte damals zum Dekanat
Hammerstein und war den "Häretikern verfallen", d. h.
evangelisch. Sie dürfte wohl um 1600 als von Anfang an
evangelische Andachtsstätte (dank des Patronats der
evangelischen Gutsherrschaft) entstanden sein.
Wohnplatz: Gotzkau.
Gemarkung: 1721 ha, Einwohner: 213, Haushalte: 56.
Rittersberg
Gutsdorf, dazu 5 Abbauten. Die beiden Güter Rittersberg
und Adlig Hütten nahmen drei Viertel des Gemeindegebietes
ein, daneben gab es 2 Bauernhöfe mit 10 bis 20 ha und 3 von
20 bis 100 ha Betriebsfläche.
Fast das ganze Gemeindegebiet liegt im Bereich der sogenannten
Rittersberger Höhen, einer abwechslungsreichen, von
zahllosen Kuppen, Kesseln, schluchtartigen Tälern
gegliederten und bis 223 m Höhe (Turmberg) aufragenden
reizvollen Landschaft.
Wohnplatz: Adlig Hütten.
Gemarkung: 635 ha, Einwohner: 86, Haushalte: 17.
Stegers
Ursprünglich Angerdorf, auf dem Anger der Dorfteich, dem
das Mühlenfließ entspringt. Ferner Zahlreiche
Abbauten.
Die mit einigem Erfolg betriebene Bernsteingräberei, die
viele offene Gruben (Kaulen) hinterließ, wurde 1865
verboten.
Stegers war eine überwiegend katholische Gemeinde
(1925: 74,3 Prozent der Einwohner).
Früher gab es im Ort auch einige Juden (1871: 12, 1885:
19, 1895: 25, 1905: 9, 1910 nur noch 3, 1925: keine).
Wohnplätze: Auergrund Forsthaus, Grunewald Forsthaus,
Moorhof, Neusorge, Rosenhof, Stegersmühle.
Gemarkung: 3049 ha, Einwohner: 2007, Hauhalte: 470.
Stolzenfelde
Gutsdorf mit Abbauten.
Nach der weitgehenden Aufsiedlung war der
mittelbäuerliche Besitz vorherrschend:
2 Höfe waren kleiner als 5 ha, 4 hatten 5 bis 10 ha
Größe, 16 erreichten 10 bis 20 ha und 32
Bauern besaßen Höfe zwischen 20 und 100 ha.
1925 gehörten 80,0 Prozent der Bewohner der evangelischen
Kirche an, für sie war die Schlochauer Kirche
zuständig.
Wohnplatz: Friedrichshof.
Gemarkung: 1935 ha, Einwohner: 351, Haushalte: 73.
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